Der Raspberry Pi ist nun kein Prozessor-Bolide, den man regelmäßig zur Videokodierung hinzuzieht, allerdings wäre ein installiertes ffmpeg für den einen oder anderen Task doch manchmal recht praktisch.

Auf dem folgenden Weg bekam ich ffmpeg auf meinem Raspberry Pi zum Laufen.

1. H.264-Support installieren

H.264/x264 war für mich der einzige Codec, den ich unbedingt benötigte, deshalb nur dieser kurz zusammengefasst:

Statt des git-Befehles kann man natürlich auch den letzten Snapshot vom videolan-FTP herunterladen: ftp://ftp.videolan.org/pub/videolan/x264/snapshots/

cd /usr/src
git clone git://git.videolan.org/x264 # Oder den aktuellen tarball/Snapshot von ftp://ftp.videolan.org/pub/videolan/x264/snapshots/ herunterladen
cd x264
./configure --host=arm-unknown-linux-gnueabi --enable-static --disable-opencl
make # Auf einem Model B+ lassen sich wohl mit der Option j4 (make -j4) alle 4 Prozessoren einsetzen, um die Sache zu beschleunigen
sudo make install

2. Weitere Codecs/Formate installieren

Dummerweise muss man alle benötigten Codecs installieren, bevor man ffmpeg installiert. Ein nachträgliches Hinzufügen von Codecs führt dazu, dass man auch ffmpeg neu kompilieren muss.
Folglich sollte man sich jetzt sofort Gedanken machen, welche Codecs man in naher Zukunft benötigen wird. MP3? AAC?

3. ffmpeg installieren

Für jeden zuvor installierten Codec muss eine bestimmte Option wie z.B. --enable-libx264 dem configure-Befehl hinzugefügt werden!
Für den H.264-Codec musste ich vorher x264 installieren und nun libx264 schreiben...viel Spaß beim Googeln! ;-)

Übrigens: Der make-Befehl wird sau lange dauern.

Statt des git-Befehles kann man natürlich auch den letzten Snapshot von der ffmpeg-Homepage herunterladen: http://ffmpeg.org/download.html

cd /usr/src
git clone https://github.com/FFmpeg/FFmpeg.git # Oder den aktuellen tarball/Snapshot von http://ffmpeg.org/download.html herunterladen
cd ffmpeg
sudo ./configure --arch=armel --target-os=linux --enable-gpl --enable-libx264 --enable-nonfree
make # Auf einem Model B+ lassen sich wohl mit der Option j4 (make -j4) alle 4 Prozessoren einsetzen, um die Sache zu beschleunigen
sudo make install

So...nun sollten hoffentlich keine schwerwiegenden Fehlermeldungen aufgetaucht und ffmpeg einsatzbereit sein!